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Die Südsee

Die Südsee. 20.000 Inseln. Ein Viertel der weltweiten Wasserfläche. Und doch ist uns diese Welt kaum bekannt. BBC hat es sich allerdings zur Aufgabe gemacht, uns einzigartige und gefährdete Gebiete näher zu bringen. Diesmal ist es eben die Südsee. Ein Meer, so gigantisch wie wenig sonst auf dieser Welt. So ist es auch kaum verwunderlich dass 20.000 Inseln weniger als 1% der Fläche der gesamten Südsee ausmachen.

In 6 Folgen mit jeweils ungefähr 50 Minuten Spielzeit reisen wir in dieses Paradies aus Vulkaninseln, Korallenriffen und einzigartiger Tier- und Menschenwelt. Wir erfahren, wie sich Tiere auf Inseln ansiedeln konnte, die teilweise hunderte Kilometer von der nächsten Insel entfernt liegen. Wir besuchen Galapagos wo einst Darwin Ideen für seine Evolutionstheorie sammelte. Weiter geht’s nach Hawaii wo Tag um Tag ein Vulkan Lava spuckt. Wir können die Insel quasi beim wachsen beobachten. Auf den Osterinseln werden wir Zeuge, was Raubbau an der Natur für Auswirkungen auf Menschen haben kann. Weiter geht’s aufs Meer. Wir sehen einzigartige Ökosysteme aus Korallen und Fischen und wie heute die Menschen versuchen, diese Ökosysteme zu erhalten anstatt sie rücksichtslos zu plündern. Und wir erfahren einmal mehr was wir Menschen dieser Umwelt antun und angetan haben. Die Überfischung der Weltmeere zerstört das Gleichgewicht in eben diesen nach und nach.

Dieser Film ist beides. Er ist eine wunderbare Dokumentation über die Südsee und er ist dramatischer Warnruf. Jedem müsste nun klar sein, dass man vielleicht ab und zu mal auf das Thunfisch Sandwich verzichten sollte. Solange wir die Weltmeere so unnachhaltig bewirtschaften, wie wir es heute tun, solange wird dieser Lebensraum weiter zerstört und es wird irgendwann Auswirkungen auch auf uns haben. Oder um es mal so zu sagen: Wir haben diese Erde nur geliehen, und wenn wir sie nicht gut behandeln, wird sie uns weggenommen.

Die Südsee ist ein Meisterwerk und reiht sich nahtlos in die anderen BBC-Meisterwerke ein wie z.B. Wildes Australien, Das Leben der Säugetiere, Europa der Kontinent und viele viele mehr. Für ein bisschen mehr Verständnis für die Welt auf der wir leben sollte man diesen Film auf jeden Fall gucken. Und auch wer schon verstanden hat, dass die Erde nur geliehen ist, kann sich diesen Film ruhigen Gewissens angucken.

Eintrag erstellt: 2010-08-01 15:15:01

Ratatouille

Ratatouille ist ein weiteres animiertes Meisterwerk aus dem Hause Pixar. Der Hauptdarsteller: Eine Ratte. Doch es handelt sich nicht um irgendeine Ratte. Wie oft kommt es schon vor dass man einer Ratte mit ausgeprägter kulinarischer Ader begegnet? Eben. Und genau deshalb hat Rémy (die Ratte) ein Problem. Seine Artgenossen können nicht viel mit seiner Vorliebe anfangen. Aber die feine Nase die das ganze mitbringt macht Rémy sehr schnell zum Vorriecher für Rattengift. Ein unschätzbarer Vorteil in einer feindlichen Umwelt wie z.B. der menschlichen Gesellschaft.

Eines Tages aber passiert etwas unvorhergesehenes. Bei einem Streifzug durch die Wohnung einer alten Dame auf der Suche nach kulinarischem Genuss, wird Rémy erwischt. Die Flucht verläuft nahezu wie geplant. Die ganze Rattenkolonie setzt sich auf dem Seeweg ab um nicht von Gift getötet zu werden. Nur Rémy selber geht verloren und schwimmt einsam und alleine in der Kanalisation. Doch als sich Rémy berappelt und an die Oberfläche geht entdeckt er, wo er ist. Paris! Und nicht nur das, direkt vor seinen Augen befindet sich ein Feinschmecker lokal das früher von Rémys Kochvorbild Gusteau geleitet wurde. Also nichts wie rein, ein Traum für eine Ratte... Zumindest für eine Ratte wie Rémy.

Was folgt ist eine lustige und spannende Geschichte die einen von Anfang an nicht mehr los lässt. Rémy wird zum Koch in diesem Restaurant indem er einen der Angestellten fernsteuert. Wobei fernsteuern nicht das richtige Wort ist. Er sitzt unter der Kochmütze und steuert Linguini (so heißt der Koch, der ganz nebenbei auch mit die Hauptrolle spielt) durch ziehen an den Haaren. Linguini wird daraufhin zum Starkoch. Es kommt wie es kommen muss. Wo Licht ist ist auch Schatten, und so verstößt Linguini Rémy. Dieser organisiert daraufhin mit seinen wiedergefundenen Rattenfreunden einen Großangriff auf das Vorratslager. Linguini kann selber eigentlich garnicht so richtig kochen und gesteht der Belegschaft, dass eine Ratte ihn gelenkt hat. Nun steht er ganz alleine da. Außerdem hat sich für diesen Tag auch noch der wichtigste Restaurantkritiker des Landes angemeldet.

Das ist jedoch nicht das Ende. Hey, wir sind bei Disney, was glaubt ihr denn? Es fehlt noch die Szene wo alle zusammenarbeiten und das Happy-End doch noch möglich machen. Hier möchte ich aber nicht weiter vorgreifen weil die folgenden Szenen so gekonnt gemacht sind, dass man sie einfach gesehen haben muss. Also, der Film ist eine ganz klare Empfehlung. Wer Disney Filme mag wird Ratatouille lieben.

Weiterführende Links: Ratatouille @ disney.de

Eintrag erstellt: 2010-08-01 15:14:45

2012

2012 ist ein Katastrophenfilm... nein, das trifft es nicht. Der Film 2012 ist eine Katastrophe. Ja, das sind die Worte nach denen ich gesucht habe. 2012 ist das Jahr in dem die Erde untergeht, wenn man dem Kalender der Maya glauben schenken darf. Ich vermute wir werden auch diesmal wieder davon kommen und da wir im Jahr 2009 das Jahr hatten, indem die Qualität der Filmindustrie mal wieder unterging, werden wir womöglich dem nicht stattgefundenen Weltuntergang noch nachtrauern.

Der Film beginnt relativ unspektakulär mit einer wissenschaftlichen Entdeckung, die jedoch fatale Konsequenzen für die Erde haben soll. Starke Sonneneruptionen und dadurch bedingte starke Neutrinostrahlung heizen den Erdkern auf. Die Folge: die tektonischen Platten der Erdkruste werden instabil. Was das bedeutet für die Erde kann sich jeder selbst ausmalen. In Roland Emmerichs Film (achja, endlich haben wir auch einen schuldigen) bedeutet diese Instabilität eine riesige Katastrophe. Megatsunamis, Megavulkane, Megaerdbeben und Megaviele Special Effects. Stellen wir mal die erste Frage an den Film: Warum passiert es gerade in dieser Zeit? Warum hat die Sonne noch nie vorher so starke Sonneneruptionen gezeigt? Es gibt sie und den Planeten Erde ja nun doch schon ein paar Tage.

Eigentlich hätte ich den Film am liebsten zu dem Zeitpunkt schon ausgemacht, aber es war wie ein Autounfall: Man konnte einfach nicht wegsehen. Und so wurde ich zeuge wie die Erdkrusten nach und nach instabil wurden um dann in einem Special-Effects-Feuerwerk die Welt wie wir sie kennen zu vernichten. Bin kürzester Zeit werden ehemalige Ozeane zu Gebirgslandschaften, stürzen Städte ins bodenlose bzw. Erdinnere und die Erdachse ändert auch mehrfach ihre Ausrichtung. Zweite Frage an den Film: Wenn das so schnell geht, wie wahrscheinlich ist es dann wohl dass diese Veränderung die Erde einfach zerreißen würde? Ich denke das Szenario wäre wahrscheinlicher gewesen. Und schöner sowieso, so hätten wir uns auch nicht mit der schnulzigen Liebesgeschichte der Hauptdarsteller auseinandersetzen müssen. Aber leider will Emmerich uns auch diese Qual nicht ersparen. Dritte Frage: Dreht die Erde sich jetzt eigentlich dann anders herum? Und wenn die Erdachse sich mehrfach neu ausrichtet, das wäre eine Katastrophe für das Klima auf der Erde! Das könnte Leben auf der Erde mit hoher Wahrscheinlichkeit unmöglich machen. Dazu später mehr.

Ich erspare jetzt mal weitere, verstandseinschläfernde Details und springe direkt zum Ende, denn das will ich dann auch direkt noch verraten, es ist noch schlimmer als der Film selber. Die Hauptdarsteller machen sich auf nach China bzw. noch genauer zum Himalaya. Dort erwarten sie Archen (ja, Archen, wie die Arche mit der Noah zwei Tiere jeder Art rettete. Vergessen wir mal die genetischen Missbildungen die sowas zur Folge hätte). Auf dem Weg dorthin sehen sie Hubschrauber die Tiere transportieren. Hey, das Klischee wird perfekt bedient, grandiose Idee Herr Emmerich. Was kann einen vor der Zerstörung der Erde retten? Richtig, Raumschiffe! Auf zu neuen Ufern (pardon, Planeten). Doch am Zielort müssen wir enttäuscht feststellen: Doch keine Raumschiffe, es sind Schiffe die die Menschen vor den Überschwemmungen retten soll bis die Erde sich wieder beruhigt. Damit ist das Klischee dann auch perfekt. Also alle Mann an Bord, retten wir die Menschheit und noch ein paar weitere Rassen damit diese erneut beim genetischen Nullpunkt anfangen. Was Atommüll nicht schaffte schaffen nun wir.

Dann, Peng, das Wasser kommt. Die Schiffe kommen relativ gut los, nur eines hat Startschwierigkeiten. Oh Wunder, genau in diesem sind unsere Lieblingsakteure inklusive dem Liebespaar. Bei Titanic ist am Ende wenigstens einer von beiden draufgegangen. Leider überlebt das Schiff. Nun ist die Erde also in einer Katastrophe versunken, doch schon nach einiger Zeit beruhigt sich alles wieder. Die Luken werden geöffnet, die Menschen genießen die Sonne. Welch ein Idyll. Und genau in das Idyll kommt die Bombennachricht: Afrika wurde um einige tausend Meter angehoben bei der Katastrophe. Also ist es als einziges nicht überschwemmt. Wo fahren die Archen also hin? Richtig, nach Afrika, der Wiege der Menschheit. Welch raffinierte Wendung. Mir ist noch immer ganz schlecht, so ergriffen bin ich. KITSCH! KITSCH UND KLISCHEE, verdammt, wer sagt eigentlich dass ein Film ein Happy-End braucht? Der Film war ein Kassenerfolg, dabei ist er grottenschlecht. Es ist erstaunlich wie man mit Special Effects und ein wenig Dramatik die Kassen klingeln lassen kann.

Wie dem auch sei, es gibt noch ein paar Fragen an den Film: Wie kann es sein, dass die ganze Welt überflutet ist? Immerhin hat sich in den meisten Szenen die Erdkruste geöffnet und so ziemlich alles verschluckt was es gibt. Egal. Jetzt ist auf jeden Fall soviel Wasser da, das fast alles bis auf Afrika unter Wasser ist. Und wie konnte sich die Erde so schnell wieder beruhigen? Ich vermute dass diese Katastrophe (die die Erde nicht zerissen hat, verdammt) doch zumindest soweit Auswirkung auf Afrika haben musste, dass hier aktuell nichts mehr wächst und gedeiht. Aber vermutlich werden die Menschen in Afrika landen und in Kapstadt in irgendwelche Townships gesteckt werden weil eigentlich rein garnichts passiert ist. Hey, das wäre ein geiles Ende gewesen, leider geht der Film nicht so lang (dabei wollte ich nun endlich weiter gucken). Nächste Frage: Warum starben die bösen alle bevor sie in die Arche kamen? Wie langweilig wäre das denn? Die Menschheit neu aufbauen und alle sind gut? Achja, Mist, die Menschheit macht ja einen Neuanfang, schon gut. Ok, letzte Frage: Wenn die Erdachse so munter sich neu ausrichtet und eigentlich damit die Grundlage für Leben auf der Erde weitestgehend zerstört wird... ach ist ja auch egal.

Weiterführende Links: 2012 - Offizielle Seite

Eintrag erstellt: 2010-08-01 15:14:26

Unsere Ozeane

Gestern habe ich es endlich in den Film geschafft und was soll ich sagen? Ich bin hin und her gerissen, aber grundsätzlich sehr begeistert.

Die Produktion ist grandios. Die Bilder sind gestochen scharf und man merkt, dass für diese Aufnahmen viel Zeit ins Land gegangen ist. Das gezeigte Bildmaterial gibt einen imposanten Einblick in das Leben in unseren Ozeanen. Vollständig ist dieser Einblick natürlich bei weitem nicht, dafür reicht eine Spielzeit von ~100 Minuten nicht aus.

Was den Sound angeht, auch dieser ist sehr gut und vermittelt das Gefühl, dass man sich selber gerade hautnah am Geschehen befindet. Nicht so gut ist hingegen der Kommentator. Was im Original bestimmt noch ok klang ist in der deutschen Übersetzung schwer erträglich. Krampfhaft versucht die Metaphernschleuder eine Stimmlage zu halten, bei der er hörbare Probleme hat. Klar, es wird versucht den Menschen wachzurütteln, zu zeigen: Wenn wir nichts tun, dann werden diese Wunderwelten aussterben. Dennoch hätte die Stimme nicht so zerbrechlich und weinerlich herüber kommen müssen.

Trotz des nervigen Sprechers bleibt der Film aber ein Meisterwerk. Es ist immer leicht zu sagen, jeder sollte sich diesen Film angucken, aber in diesem Fall ist es wohl angebracht. Für alle die schon begriffen haben, dass das Überleben unserer Umwelt alleine an uns hängt, ist der Film ein wunderbarer Einblick in eine noch unbekannte Welt. Und für alle, die es noch nicht begriffen haben, ist es Zeit diesen Film zu schauen um es endlich zu begreifen. Uns gehört dieser Planet nicht, wir haben ihn nur geliehen und ich frage mich wer allen ernstes die Zerstörung seiner eigenen Heimat vor sich und seinen Kindern verantworten kann? Niemand!

Weiterführende Links: Unsere Ozeane - Offizielle Seite
 Filmkritik @ Filmstarts.de
 Filmkritik @ kino.de

Eintrag erstellt: 2010-03-14 23:28:48

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