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Grave Digger - The Clans will Rise again

Grave Digger kehren mit "The Clans will Rise again" dahin zurück, wo sie am erfolgreichsten waren: Die Geschichte Schottlands und seiner Clans. Nach Tunes of War haben Grave Digger zwar immer noch Alben abgeliefert, die in keiner Sammlung fehlen sollten, aber man durfte berechtigte Zweifel anmelden, ob die Jungs um Sänger und Mastermind Chris Boltendahl nochmal ein derart geniales Album abliefern würden. In der Zwischenzeit hatte man das letzte Abendmahl, die Kreuzzüge und auch die Nibelungen-Saga vertont, doch nichts wollte auch nur annähernd an Tunes of War herankommen.

Jetzt bleibt nur eine Frage offen: Kommt das neue Album an den genialen Status von Tunes of War heran? Die Antwort ist ein klares: Ja! Natürlich ist auch dieses Album nicht besser als die besagte Scheibe aus dem Jahre 1996, aber das ist auch kaum möglich. Aber The Clans will Rise again ist ebenbürtig und damit das zweitbeste Album das Grave Digger jemals produziert haben. Boltendahls Stimme ist einfach ideal um die Rauhe Wirklichkeit des damaligen Schottlands zu erzählen und die Musiker um ihn herum sind allesamt auch grandios und so hat man immer auch das Gefühl, selber vor Ort zu sein, mitten im Geschehen, nicht einfach nur Zuhörer. Ab und zu jagt es einem auch ein wenig die Gänsehaut über den Rücken.

Ganz klare Anspieltipps sind Hammer of the Scots, The Clans will Rise again, Highland Farewell und Whom the Gods Love. Gerade bei Whom the Gods Love kann man sich perfekt vorstellen, wie dieser Song auf den nächsten Tourneen immer und immer wieder aus tausenden Kehlen laut mitgesungen wird. Und jedes hören jagt einem erneut die besagte Gänsehaut über den Rücken. Mit diesem Album melden sich Grave Digger ganz klar mit alter Klasse zurück. Ich für meinen Teil kann es jetzt kaum noch erwarten die Jungs live zu sehen, aber dafür muss ich noch bis nächstes Jahr warten.

Weiterführende Links: Grave Digger - Official Site

Eintrag erstellt: 2010-11-10 16:37:14

The Ataris - So Long Astoria

Den ersten Kontakt zu The Ataris bekam ich über das Lied "Connections are more dangerous than lies". Dieses hielt als Sounduntermalung für ein World of Warcraft FanVideo den Kopf hin. Das Video war genial, der Song sogar noch besser. Und so begab es sich dass sich schon kurze Zeit darauf zwei CDs der Band in meinem CD-Regal befanden. Zum einem "Welcome the Night", das Album mit dem besagtem Song. Zum anderen "So Long, Astoria". Und genau dieses hat es pünktlich zu den ersten warmen Tagen wieder in meinen CD-Player geschafft.

The Ataris wurden Ende 1994 in Anderson, Indiana gegründet. Der Frontmann Kris Roe, nebenbei bemerkt letztes verbleibendes Mitglied des Ursprungs Line-Ups, bezeichnet die Musik zumeist als Independent Rock. Das kann ich fast so unterschreiben, möchte aber darauf hinweisen (man wie förmlich) dass es auch starke punkige Einschläge gibt. Also eher Independent Rock-Punk.

Das wichtigste Vorweg: Die meisten Songs spielen mit dem Thema Liebe (am liebsten in Zusammenhang mit den Wörtern verflossen oder zerstört). Was erwartet uns also?
Rock + Punk + verflossene Liebe + zerstörte Beziehungen = Emo-Punk
Falsch! Im Gegensatz zu den Bands die sich in eben diesem musikalischen Bereich auch rumtummeln sind The Ataris nur im Ursprungssinne als Emo-Band zu bezeichnen. Mittlerweile ist diese Musik ja durchzogen von jungen Bands die nur durch übertriebenes Make-Up und exzessive Geheule auf sich aufmerksam machen. The Ataris sind aber eine ausgewachsene Band die man nicht mit dem in einen Topf werfen darf, was sich heute Emo schimpft.

Zum Album: "So Long, Astoria" ist meiner Ansicht nach das beste Album der Jungs. Gut, man könnte jetzt anführen ich kenne noch nicht alle, aber ich bin mir nicht sicher ob man derart geniale Songs noch toppen kann (vielleicht mit dem für 2010 angekündigten neuen LongPlayer "The Graveyard of the Atlantic"?). Bereits der Opener "So Long, Astoria" geht ins Ohr und fesselt einem mit dem geschickten spielen mit dem Thema Erinnerungen. Die zentrale Textzeile des Songs ist dabei treffenderweise "Life is only as good as the memories we made". So eröffnet das insgesamt 15 Track lange Machwerk und lässt einen dann auch nicht mehr los. Weitere Anspieltipps sind auf jeden Fall "The saddest song", "Summer ´79" und die Coverversion "The Boys of Summer" welche sehr emotional umgesetzt wurde. Gänsehaut vorprogrammiert. Ein Album ohne Ausfälle und mit unglaublich viel Tiefgang.

Weiterführende Links: The Ataris @ myspace.com

Eintrag erstellt: 2010-04-18 10:51:40

Blackfield - Blackfield

Blackfield ist ein Projekt des Porcupine-Tree-Frontmanns Steven Wilson und dem israelischen Popmusiker Aviv Geffen. Was bei so einem Projekt herauskommt hört man auf dem Erstlingswerk der beiden, welches ganz simpel ebenfalls Blackfield benannt ist. Eingängige, ruhige Melodien gepaart mit tiefsinnigen, melancholischen Texten. Da beide nicht nur Songwriter sondern auch Sänger sind ist es selbstverständlich, dass auch beide Stimmen auf diesem Album zu Genüge vertreten sind.

Das erste interessante was an diesem Album auffällt: Es ist nicht nur ruhig, es ist nahezu simpel. Wenn man sich die Melodien anhört beschleicht einen das Gefühl, Song-Writing ist das einfachste der Welt. Doch genau da steckt die hohe Kunst in diesem Album. Wilson und Geffen haben es geschafft, aus "simplen" Melodien, die wirklich leicht nachspielbar sind, eine Meisterwerk der Musik zu erschaffen. Es fällt mir schwer das ganze in eine Schublade einzuordnen. Progressive Elemente, Pop, Rock, ein wenig Metal. Das sind die Elemente aus denen dieses Album erschaffen wurde.

Anspieltipps auf diesem Album sind für mich ganz klar die Songs Blackfield und Pain. Aber mit diesen Tipps wird man dem Album nicht gerecht, denn es ist eines der wenigen bei denen ich einen Track nur dann wegschalte wenn ich gerade mal nicht in der Stimmung bin. Ausfälle gibt es auf diesem Album nicht. und da jeder Song so grundsätzlich anders klingt als der vorherige kommt auch keine langeweile auf. Trotzdem bleibt jeder Track unverekennbar Blackfield.

Eigentlich gefällt es mir nicht, nur positives zu schreiben. Ich habe dabei immer das Gefühl, nicht objektiv genug zu sein. Doch in diesem Fall bleibt mir leider nichts anderes übrig. Dieses Album hat mich vollends überzeugt und keine negative Seite gezeigt.

Weiterführende Links: Blackfield - Official Site

Eintrag erstellt: 2010-03-15 00:29:16

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